Neue Perspektiven für die Nutzung von Zeolith

Neue Perspektiven für die Nutzung von Zeolith.
Die Erteilung der ersten Forschungslizenz in Petrota (Evros) steht bevor – die Weiterverarbeitung vor Ort soll die Wertschöpfung sichern.
Der 1. Juli 2014 gilt inzwischen als Meilenstein für die lang diskutierte Nutzung der in Thrakien vorhandenen Zeolith-Vorkommen. An diesem Tag wurde vom Umweltministerium die erste Forschungslizenz für Zeolith unterzeichnet, die ein Gebiet in der Region Petrota (Evros) betrifft. Bislang scheiterte die Nutzung dieses wertvollen Minerals am fehlenden politischen Willen der jeweiligen Regierungen. Die Folge war, dass Griechenland große Mengen an Zeolith-Produkten importierte, vor allem aus den Nachbarländern Bulgarien und Türkei.
Die Zeolith-Vorkommen in Thrakien werden auf 80 Millionen Tonnen geschätzt, während der weltweite Jahresverbrauch 4 Millionen Tonnen nicht übersteigt
Nun scheint sich ein neues Kapitel in der Zeolith-Frage in unserem Land aufzuschlagen. Seinen Optimismus nach den jüngsten Entwicklungen äußerte der Professor und strategische Berater Nikos Lygeros bei seinem Besuch in Komotini am Montag, zu dem ihn die Region Ostmakedonien-Thrakien und die Stadt Komotini eingeladen hatten. Lygeros geht davon aus, dass es in Kirki im benachbarten Evros eine ähnliche Entwicklung geben wird, wo die Stadt Alexandroupoli eine Forschungs- und Abbaulizenz anstrebt. Mit den neuen Gegebenheiten erscheint die Aussicht, Zeolith für die Entwicklung der Region und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu nutzen, greifbarer denn je. Es sei darauf hingewiesen, dass die Vorkommen in Thrakien auf 80 Millionen Tonnen geschätzt werden, während der weltweite Jahresverbrauch 4 Millionen nicht übersteigt.
Im Handel kosten 63 Gramm aufbereiteter Zeolith 24 Euro, während eine Tonne unbehandelter Zeolith nur 300 Euro kostet

Entscheidend ist nach dem Abbau dieser Mengen jedoch ihre Weiterverarbeitung vor Ort, damit das Produkt eine höhere Wertschöpfung erhält. Bezeichnend ist, dass im Handel heute 63 Gramm aufbereiteter Zeolith 24 Euro kosten, während eine Tonne unbehandelter Zeolith nur 300 Euro kostet. Daher müssen die lokalen Behörden und die Produktionsakteure sich darauf vorbereiten, dass dem Abbau des hochwertigen Zeoliths, über den wir in Thrakien verfügen, eine bestmögliche Nutzung folgt. „Das Hindernis des politischen Willens ist gefallen“, bemerkte Lygeros eingangs, „und wichtig ist, dass wir jetzt fast einen Präzedenzfall haben, sodass auch andere schauen und nutzbare Gebiete finden können, denn grob gerechnet haben wir etwa 10 Lagerstätten.“ „Was uns als Thrakien interessiert, ist auch das Thema der Weiterverarbeitung“, betonte er, „also eine vertikale Entwicklung, bei der wir nicht Steine verkaufen, sondern ein fertiges Produkt, das in andere Produkte integriert werden kann und uns eine höhere Wertschöpfung bringt.“
Autor: Thomas Stamoulis
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